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Der große kleine Tapezier-Guide: Tipps und Tricks zum Tapezieren

Der große kleine Tapezier-Guide: Tipps und Tricks zum Tapezieren

Außerdem tapeziert man sowieso am Besten bei Tageslicht, daher benötigen Sie keinen Strom.

Bei Tageslicht ist gut zu sehen, ob die Tapete richtig an der Wand haftet und ob sich Luftblasen gebildet haben.

Und nun geht’s ans Tapezieren: Problemstellen / Fehler beim Tapezieren (oder danach)

>Es wird mit dem Tageslicht tapeziert, Ihre Arbeit sollte daher auch am Fenster beginnen.

Hier sind häufige Probleme und Fehler, die beim Tapezieren passieren können:

1. Aufgehende Nähte

Es gibt im Prinzip drei Gründe, die dazu führen können, dass sich Tapetennähte nach dem Trocknen wieder öffnen:

  • Die Tapete war nicht ausreichend eingekleistert,
  • Die Bahn war nicht gleichmäßig eingekleistert (häufig wird an den Rändern zu vorsichtig oder zu sparsam gearbeitet, z. B. um den Tisch weniger zu bekleckern, oder
  • Tapete bzw. Kleister sind zu schnell getrocknet.

Sie vermeiden Ärger mit Spannungsnähten, indem Sie gründlich und gleichmäßig einkleistern und beim Falten der Bahnen darauf achten, dass die Nähte möglichst nicht frei liegen. Auch Zugluft oder zu viel Wärme auf der Baustelle verkürzen die Trocknungszeit, also lieber weniger heizen oder die Fenster geschlossen halten. Heizt die Sommersonne die Baustelle auf, können Sie durch mehr Kleister gegensteuern.

2. Probleme an Bereichen mit Rändern

Für optimale Ergebnisse nehmen Sie alle Fußbodenleisten, Steckdosen und Lichtschalter ab. So brauchen Sie hier nicht exakt schneiden und können die Übergänge später einfach verdecken und alles sieht sauber und professionell aus.

3. Muster bzw. Rapport nicht beachtet

Bei manchen Mustertapeten müssen Sie die Bahnen auf eine bestimmte Weise kleben, damit das Muster nachher auf der gesamten Fläche optimal zueinander passt (rapportiert).

Beachten Sie dazu die Tapetensymbole, die am Anfang und Ende jeder Rolle angebracht sind. Diese Piktogramme können beispielsweise anzeigen, dass Sie jede zweite Bahn „kopfüber“ kleben müssen, damit das Muster und die Übergänge stimmen. Wenn es sich um eine ansatzfreie Tapete handelt können Sie die Bahnen kleben wie sie kommen.

Am Schwierigsten sind Tapeten mit „versetztem Ansatz“ – hier helfen meist nur Profis wie wir – als „Anfänger“ machen Sie sich hier keine Freude. 

4. Die Bahnen werden immer schiefer

Die Meisten beginnen beim Tapezieren in der Ecke und arbeiten sich dann der Wand entlang. Das klappt, solange die erste Kante tatsächlich senkrecht ist und jeder rechte Winkel auch tatsächlich einer ist. Doch selbst in Neubauten ist das nur selten der Fall.

Das Problem ist, dass der Fehler meist erst sichtbar wird, wenn schon einige oder sogar alle Bahnen kleben.

Lösung: mit einer Wasserwaage oder einem Lot sicherstellen, dass die erste Bahn wirklich senkrecht wird.

5. Keine Tapete mehr, aber noch viel Wand übrig

Klingt lustig, kommt aber gar nicht so selten vor, wie man denkt. Grund: falsche Einschätzung oder Berechnung der Wandfläche bzw. benötigten Tapetenmenge.

Leider ergibt sich durch Nachbestellungen ein weiteres Risiko: Rollen von unterschiedlichen Chargen (erkennbar an unterschiedlichen Anfertigungsnummern) können sich farblich so voneinander unterscheiden, dass es nachher deutlich sichtbar ist.

Daher bitte im Vorfeld gewissenhaft messen und rechnen und beim Tapetenkauf grundsätzlich auf gleiche Anfertigungsnummern bei allen Rollen achten.

Tipps und Tricks nach dem Tapezieren:

Ist nach dem Trocknen eine Blase entstanden, die sich nicht mehr herausdrücken lässt, schneiden Sie die Stelle mit dem Cuttermesser mit zwei kleinen Schnitten über Kreuz ein. Dann bringen Sie etwas Kleister unter die Schnittränder und streichen Sie alles vorsichtig wieder glatt.

Bei Falten hilft dieser Trick allerdings nicht – mit denen müssen Sie entweder leben oder die Bahn komplett ersetzen.

Hinweis: Im Gegensatz zu Papiertapeten müssen Vliestapeten nicht einweichen. Bei dieser Tapetenart wird nicht die Tapete, sondern der Untergrund eingekleistert. Außerdem gibt es bei den dimensionsstabilen Vliestapeten kein Ausdehnen, Verziehen oder Schrumpfen. Dafür sind sie aber auch teurer als Papiertapeten.

Fazit

Ich hoffe, wir konnten Ihnen einige wichtige Tipps zum Tapezieren geben, so daß der nächste Tapetenwechsel nicht mehr Probleme bereitet, als er löst 😉

Zu kompliziert und aufwändig? Keine Zeit oder Lust?

Kein Problem: Rufen Sie an und fragen Sie die Profis. Fragen Sie uns! 

Ein Beitrag von Seubert Malerwerkstätte

Dieser Beitrag erschien im Original auf https://www.maler-seubert.de/der-grosse-kleine-tapezier-guide-tipps-und-tricks-zum-tapezieren/

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